Historie

1926-1932

Nach dem Abschluss der Volksschule in Regen, begann Josef Pichler sen. im Jahr 1926 eine Lehre als Schlosser bei der Firma Keilhofer in Zwiesel. Nach drei Lehrjahren beendete Josef Pichler sen. seine Lehre im Schlosserhandwerk und arbeitete bis 1. November 1932 als Geselle bei der Firma Keilhofer weiter.

1933

In den Wintermonaten 1932/33 reifte bei Josef Pichler der Gedanke, sich selbstständig zu machen. Am 29. März 1933 meldete er sein Schlosserhandwerk als Gewerbe in der Gemeindebehörde Rinchnachmündt an. Seine Werkstatt eröffnete er im Waschhaus seines Elternhauses.

1936

Am 10. November 1936 heiratete Josef Pichler Maria Köppl aus Schweinhütt. Das Austragshaus vom Köppl-Hof wurde ihre neue Heimat. Wo früher eine Kuh im Stall stand, wurde eine Werkstatt eingerichtet.

1937

Seine Meisterprüfung schloss er am 19. April 1937 in Passau ab und am 30. April 1937 wurde er in die Handwerksrolle der Handwerkskammer von Niederbayern eingetragen.

1938

Der Biller-Schlosser (Hausname) war vielseitig.
Er macht: Dachrinnen, Kamineinfassungen, Blechdächer, Fensterbleche, Wasserleitungen, Rauchrohre, Öfen und Herde, Träger, Böden für Tiegel, Reparaturen an Landmaschinen und Fahrrädern.
Er schmiedet: Bänder, Eisstockringe
Er beschlägt: Fuhrschlitten, Haustüren, Fenster.
Das Geschäft florierte. Im September 1938 wurde laut Sparbuch die erste größere Anschaffung gemacht – eine Maschine für die Werkstatt.

1939

Im Jahr 1939 wird der Meister zur Mobilmachung nach Regensburg einberufen. Der 2. Weltkrieg begann. Auch die Lehrlinge Franz Köppe und Engelbert Vogl wurden in den Kriegsdienst eingezogen.

1942

Am 29. Juni 1942 stellte er den Lehrling Otto Kufner aus Dreieck ein. Eine Hebellochstanze wurde laut Frachtbrief angeschafft.

1948

1948 erfolgte die Währungsreform und das ersparte Geld verlor seinen Wert. Trotzdem wurde im und hinter dem Haus einiges erneuert und an die Werkstattkammer angebaut. In einer kleinen Dachkammer wurde Ware gelagert und verkauft, z.B. Fahrradteile, Glühbirnen, Karbid usw. Nach der Währungsreform 1948 wurde ein Haushaltswarengeschäft eröffnet. Die Ware wurde hauptsächlich von der Firma Kraft&Co in Regensburg bestellt. Ein Hausierer wurde jeden Tag mit Haushaltswaren vollgepackt und in die Dörfer geschickt. Am Abend wurde dann abgerechnet. Der Wunsch nach einem Laden im eigenen Haus wurde 1949 verwirklicht.

1953

Der Laden zu klein und erweitert. In Schweinhütt konnte man bereits einen Schaufensterbummel machen. Im Nebenraum (neuer Anbau) konnte man nun Fahrräder aller Art und Zubehör ausstellen. Auch Mopeds wurden gehandelt. Öfen und Herde konnte man auf Lager anbieten.
1953 wurde gleich nach der Entlassung aus der Volksschule Schweinhütt Sohn Josef als Lehrling im Betrieb angelernt. Auch in der Schulzeit half er schon mit, die Frachtgüter vom Bahnhof Bettmannsäge und Zwiesel mit dem Holzwagerl abzuholen.

1956

wurde ein Anbau an das Geschäftshaus geplant und ein Jahr später ausgeführt.

1958

Der Aufschwung begann. 1958 wurde das erste Auto, ein VW-Pritschenwagen, angeschafft. Bald darauf wurde eine BP-Tankstelle errichtet. Nun konnte man bei den Pichlern zu jeder Tages- und Nachtzeit tanken. Auch ein Handel mit Flaschengas wurde eröffnet.

1963

1963 war ein ereignisreiches Jahr für den Betrieb und die Familie. Eine neue größere Werkstatt wurde notwendig. Nach vielen Überlegungen kam man zu dem Entschluss, die Ladenräume wieder abzureißen, um dort eine größere Werkstatt zu errichten. Die Ladenräume sollten in die alte Werkstatt im Wohnhaus untergebracht werden. Eine neue moderne Werkstatt entstand. Zur gleichen Zeit machte Sohn Josef seine Meisterprüfung im Schlosserhandwerk in Passau.

1966

Bereits 1966 wurde wieder gebaut. Drei Garagen wurden in das angrenzende Gartengrundstück gebaut.

1969

1969 übergaben Maria und Josef Pichler ihren Betrieb an ihren Sohn Josef Pichler und seine Frau Rosemarie. Sie richteten sich im Obergeschoß ihre Austragswohnung ein, blieben aber dem Geschäft stets verbunden. Trotz Ruhestand arbeitete Josef Pichler senior jeden Tag in der Werkstatt weiter und auch seine Frau Maria half stets im Geschäft aus. Er hatte nun endlich Zeit, kreativ zu arbeiten. Ziergegenstände wie Außenleuchten und viele schmiedeeiserne Gegenstände für Wohnung und Garten fertigte er mit großer Hingabe an. Gab es Spezialarbeiten zu machen, wurde der „Moaster“ eingesetzt.

1972-1973

Der Betrieb wuchs und es wurde immer mehr Raum benötigt. 1972 erweiterten sie deshalb die Garagen und bauten ein modernes großes Rolltor ein. 1973 wurde dann die Werkstatt nach hinten um 40 qm Arbeitsfläche vergrößert. Über der Werkstatt entstand ein Lagerraum für Sanitärartikel.

1973-1981

Im März 1973 erwarben Rose und Josef Pichler das angrenzende Grundstück von ca. 600 qm samt altem Backofen, das der Familie Köppe gehörte. Somit stand einem weiteren größeren Bauvorhaben, nämlich einer Lagererweiterung von ca. 200 qm, im Jahr 1981 nichts mehr im Wege. Durch die Lagererweiterung bekamen sie endlich Platz für Dachrinnen, Rohre usw.

1985-1990

Nach dem Abitur begann 1985 Josef Pichler jun. seine Lehre im Betrieb des Vaters. Nach der Gesellenprüfung 1987 vertiefte er sein handwerkliches Können bei Kunstschmieden in Roding und Peißenberg. Nach einem Jahr kehrte er wieder in den Familienbetrieb zurück und absolvierte 1990 die Meisterprüfung im Metallhandwerk.

1996

Neben der handwerklichen Tätigkeit fiel viel Büroarbeit an: Buchführung, Angebote und Rechnungen mussten geschrieben werden, Löhne mussten ausgerechnet und ausbezahlt werden etc…
So wurde am 20. Mai 1996 mit dem Bau eines neuen Büros begonnen. Dazu wurde auf die Werkstatt ein Stockwerk mit Büro und Bastelraum angebaut.

1991-1995

Auch Stefan Pichler begann nach dem Abschluss der Realschule 1988 eine Lehre bei einem Heizungsbauer in Deggendorf und beendete sie 1991 im elterlichen Betrieb. Seinen Meister im Spenglerhandwerk machte er im Jahr 1995.

1995

Um die beiden Söhne noch mehr in die Betriebsführung einzubinden, wurde am 1. Januar 1995 eine GmbH gegründet. Der Betrieb sollte schrittweise auf die beiden Söhne übergehen. Geschäftsbereiche wie der Verkauf von Öfen, Reparatur von Fahrrädern, Gas- und Wasserinstallationen wurden aufgegeben. Es erfolgte eine Spezialisierung auf die Bereiche Metallbau, früher Schlosserhandwerk, und Spenglerei.
Als Gesellschafter führen nun Josef und Stefan Pichler in dritter Generation das Geschäft ihrer Eltern weiter.

2001

Der Familienbetrieb mit kleiner Belegschaft entwickelte sich innerhalb der letzen 75 Jahre zu einem modernen Handwerks- und Familienbetrieb mit 20 festangestellten Mitarbeitern und zeitweise bis zu acht Zeitarbeitern. Die Investitionen in moderne Maschinen und Ausrüstungen ermöglichen der Firma eine überregionale Wettbewerbsfähigkeit und die Teilnahme an größeren Ausschreibungen. Technisch schwierige Anforderungen an Bauweise und Gestaltung können so ausgeführt werden.

2003

Zwei neue, computergesteuerte Schwenkbiegemaschinen für Bleche bis 6m Länge werden angeliefert. Trotz der Spezialisierung bemüht man sich aber auch weiterhin um eine vielseitige, weit gefächerte Produktpalette.

2008

Unsere Belegschaft

2013

Umzug nach Dreieck in das neue Firmengebäude

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